Jigal Cohen-Orgad

Jigal (Yigal) Cohen-Orgad (hebräisch יגאל כהן-אורגד‎‎, * 30. August 1937 in Tel Aviv) ist ein israelischer Politiker und ehemaliger Finanzminister.
Nach Besuch einer religiösen Grundschule (Elementary School) und der High School in Tel Aviv absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften sowie der Pädagogik an der Hebräischen Universität Jerusalem. Bereits in dieser Zeit trat er der Cherut bei sowie dem ihr nahestehenden Jugendverband „B’nai Etzel“, die sich später mit der Betar vereinigte. Nach dem Studium wurde er 1962 Mitarbeiter der Wirtschaftsplanungsbehörde des Finanzministeriums, ehe er selbst eine Firma für Wirtschaftsplanung und Beratung gründete. 1967 verließ er die Cherut und wurde für einige Zeit Mitglied der Partei der freien Mitte (HaMerkas HaChofschi), bevor er zur Cherut zurückkehrte, deren Vorsitzender des Wirtschaftsrates er war. Später war er außerdem Vorstandsvorsitzender der Firma „Eitam“.
Seine politische Laufbahn begann er mit Wahl zum Mitglied der Knesset, in der er vom 13. Juni 1977 bis zum 21. November 1988 die Interessen der Cherut innerhalb des Likud vertrat und zuletzt Vorsitzender der Fraktion der Cherut war. Als Abgeordneter gehörte er zu den 23 Likud-Mitgliedern, die gegen das Camp-David-Abkommen stimmten und sprach sich für eine Aussiedlung der Palästinenser aus den besetzten Gebieten aus.
Am 18. Oktober 1983 wurde er als Nachfolger des zurückgetretenen Joram Aridor von Ministerpräsident Jitzchak Schamir zum Finanzminister ernannt und bekleidete dieses Amt bis zum 13. September 1984. Auch während seiner Amtszeit gestaltete sich die Haushalseinbringung schwierig wegen der hohen Inflation. Trotz seiner Wiederwahl als Abgeordneter wurde er bei der Regierungsbildung nicht berücksichtigt und verlor sein Knessetmandat bei der Wahl 1988.
Später wurde er Vorsitzender des Verwaltungskomitees des Universitätszentrum Ariel in Samarien in Judäa und Samaria, das sich selbst vom College zur Universität erhob, worauf das Justizministerium diese Selbsternennung wieder aufhob. Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied der Telekommunikationsgesellschaft BEZEQ.
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